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2.
Europäisches SteelPanFestival in Sète 2002
Bewertung
für PanKultur-Auftritt in Sète
Fire
& Steel (Part I)
Orville
Wright:
Komposition und Arrangements:
Diese Komposition war sehr innovativ und der Einsatz des Ölfasses
zur Symbolisierung des Timpani war eine exzellente Idee. Aufgrund ihrer
rhythmischen Brüche zeigte die Komposition sehr interessante Qualitäten
der Band. Der
Jazzy-Part schien jedoch hörbar displaziert und minderte so den harmonischen
Gesamteindruck.
Technische Darbietung:
Die technische Ausführung war in Ordnung, obwohl die Oil-Drum-Spieler
besser koordiniert wirken müßten. Auch gab es bei den zwei
Spielern geringfügige Rhythmusdifferenzen. Im allgemeinen war jedoch
die Darbietung ein Genuss.
Guy
Bertran:
Komposition und
Arrangements:
Gut gewählte Effekte, guter Gesamteindruck, sehr persönlicher
Stil.
Technische Darbietung:
Die Swing-Passagen waren etwas schroff. Die Leistungsdichte im Orchester
variiert stark. Die Präzision läßt stellenweise zu wünschen
übrig. Die Partitur wird aber im allgemeinen befolgt. Der Swing-Part,
insbesondere in der Begleitung, ist zu rigide. Andererseits sorgt die
Perkussion für zusätzliche Positiv-Effekte.
Instrumentierung:
Interessanter Effekt durch die Vorschlaghammer. Viel "Blech",
aber auch schöne Passagen, sanft und melodiös mit viel Timbre.
Dawn
Batson:
Komposition und Arrangements:
Sehr kreative Komposition. Exzellente Eröffnung, gute Modulationen,
allerdings stellenweise etwas eintönig. Interessanter Einsatz der
Ölfässer. Visuell und akustisch ein interessantes Werk.
Technische Darbietung:
Hohe Aufmerksamkeit der Spieler auf den Dirigenten, selbstsicheres Spiel
aller PanistenInnen. Jedoch einige Schwierigkeiten bei den Übergängen.
(Insbesondere, wenn die Instrumentengruppen nacheinander einsetzen. Kein
geschlossener Einsatz der jeweiligen Instrumentengruppe.) Die Tenor-Lines
waren "etwa kurz geraten". Insgesamt jedoch gute technische
Ausführung. Die Dynamik ist jedoch noch verbesserungsfähig.
Gutes Zusammenspiel mit der Perkussion.
Instrumentarium:
Guter Sound. Allerdings: Tendenz, "etwas zu stark draufzuhauen".
Fire
& Steel (Part II)
Orville Wright:
Interessante Motive, die sich innerhalb des gesamten Stückes weiterentwickelten.
Die Orchestrierung war gelungen und die Übergänge in der Musik
gut durchdacht. Das Stück war lebhaft und ansprechend und die technische
Darbietung fehlerfrei. Effekte waren anspruchsvoll und rundeten die Komposition
in angenehmer Weise ab. Das Orchester spielte sehr diszipliniert und jeder
schien das Stück mit Freude darzubieten. Klasse Vortrag!
Guy
Bertrand:
Sehr gelungene Komposition,
gut umgesetzt. Nette Band - subtile Orchestrierung. Viel Dynamik, allerdings
manchmal "zu dick aufgetragen". Die Partitur wurde exakt ausgeführt.
Die Timbres waren reich, die Rhythmik präzise. Das Instrumentarium
verfügt über einen hervorragenden Sound, in allen Lagen.
Dawn
Batson:
Exzellente Komposition. Vielen Dank!
Sehr kreativer Einsatz der Melodiebögen und des Rhythmus. Gute Orchestrierung
- hervorragend ausgeführt. Darbietung mit Verve und Lebensfreude.
An den Stellen, wo das Orchester Akkorde spielte, fehlte der exakte Anschlag.
Beim Happy-Sète-Teil wurde die Melodie übertönt. Das
Motiv hätte hier klarer hervortreten müssen, insbesondere gegen
Ende. Die Partitur wurde exakt ausgeführt. Gute Abstufung der Dynamik
- das Forte allerdings ein bisschen zu übertrieben. Guter Einsatz
der Perkussions-Gruppe, auch abgesehen von der "reinen Rhythmusunterstützung".
Der Sound war etwas zu metallisch. Besonders der Happy-Part wirkte nur
"laut", weil zu hart draufgehauen wurde.
Anmerkung
zu den Juroren:
Orville Wright (der große elegante Trinidadier):
Ist ehemaliger Dekan am Berklee Music College, Boston.
Dawn Batson
(die Trinidadierin):
Musikprofessorin an
der Universität Miami und Vorstandsvorsitzende des Trinidad und Tobago
National Steelorchesters.
Guy Bertran
(Franzose mit Zopf):
Musikdozent am Nationalkonservatorium
in Lyon
Nicky Inness
(bebrillter älterer Herr)
Fungierte als Schiedsrichter (Manager bei Angostura)
Platzierung:
1. EBONY (GB) 535,0
a. An American in Paris 264,5
b. Stranger 270,5
2. CALYPSOCIATION (F)
515,0
a. Sea of Stories 250,5
b. The Passage 264,5
3. CALYPS' ATLANTIC
(F) 493,5
a. Lèvé
248,0
b. Pan Jumbie 245,5
4. STEELBAND DE MONTAGNAC
(F) 478,5
a. L' Hymne à l'amour 237,0
b. Choros #1 241,5
5. PAN-KULTUR (D)
469,5
a. Fire & Steel Part I 229,5
b. Fire & Steel Part II 240,0
6. STEELPAN LOVERS
(SF) 467,0
a. For the Love 232,0
b. Hammering in the Brain Forest 235,0
7. STOCKHOLM ALLSTARS
(S) 453,5
a. Abba Meddley 215,0
b. Sweetness 238,5
8. STEELY DANES (DK)
452,5
a. Kanzi 230,5
b. Toco Band 222,0
9. STEELBAND AQUITAINE
(FR) 449,0
a. Batucapan 221,5
b. Thème Celtique 227,5
10. NORTHERN LIGHTS
(S) 436,0
a. Per Gynt Suite 217,0
b. Jam It With Yoy 219,0
Die vier am besten
platzierten Steelbands können am Halbfinale des World Steelband Music
Festivals, das im kommenden Oktober im Heimatland des Steeldrums, Trinidad
& Tobago, stattfindet, teilnehmen. Über die interessanten Änderungen
des Reglements wird noch zu lesen sein.
Die
Fotos:
© Das Copyright
für diese Fotos liegt bei Anne Hudemann
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Anmerkung
des NetzKnechtes:
Hier sind sie also, die ersten Bilder dieses faszinierenden Festivals.
Zunächst noch unsortiert und ohne Text zur allgemeinen Begutachtung.
Wer ein System hineinbringen kann, möge dies mir mitteilen. Auch
Texte, Berichte, weitere Fotos werden von mir freudig aufgenommen.
Zur Zeit ist die Positionierung des Anzeigefensters noch nicht optimal,
da jeder Browser anders reagiert. Schiebt Euch einfach das Bild an den
gewünschten Platz. Bild 35 macht Probleme: Vor und nach dem
Betrachten Fenster schließen, damit die Größe wieder
stimmt.

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